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Das Emblemprogramm der Dreifaltigkeitskirche in München
1715
 
Die Dreifaltigkeitskirche in München geht zurück auf eine Vision der Anna Maria Lindmayr, derzufolge die Stadt München von den Verheerungen des Spanischen Erbfolgekriegs verschont bleiben sollte, wenn die drei Stände (Bürger, Adel, Geistlichkeit) eine Kirche zu Ehren der Dreifaltigkeit errichteten. Das entsprechende Gelübde wurde am 17. Juli 1704 in der Frauenkirche abgelegt. Nach langer Standortsuche wurde die Kirche 1711-1714 von Giovanni Antonio Viscardi (1652-1713), Johann Georg Ettenhofer und Enrico Zucalli errichtet und 1718 geweiht. Die Stuckdekoration geht auf den Wessobrunner Stuckateur Johann Georg Bader (1675-1726) zurück, die Gewölbefresken sind ein Werk des Cosmas Damian Asam und werden wie der Stuck in die Jahre 1714-1715 datiert.
Das sehr figurenreich gestaltete Fresko in der Hauptkuppel verherrlicht (wie die meisten anderen Fresken auch) die Dreifaltigkeit und ist trotz der Inschrift "Deo uni et trino sit laus honor et gloria perennis" (Dem einen und dreifaltigen Gott sei ewig Lob, Ehre und Ruhm) ebensowenig emblematisch wie die Darstellungen der vier Evangelisten in den Zwickeln des Kuppeltambours und die Darstellungen der drei Personen der göttlichen Trinität in der Kuppel des Chores. Auch die zentralen Fresken in den Seitenjochen, die die Taufe und die Verklärung Christi zeigen, sind nicht emblematisch und werden deshalb in der Datenbank nicht berücksichtigt, sind aber als Abbildung verfügbar. Dagegen werden das Hauptfresko in der Kuppel des Chores (Abraham bewirtet die drei Engel) und die Zentralfresken im nördlichen und südlichen Tonnengewölbe (Drei Herzen in der Muschelschale bzw. Arche Noah) ebenso wie die übrigen Fresken als Embleme in die Datenbank aufgenommen.
 
Literatur: Kemp (1982), Nr. 141. Hans Ramisch: Dreifaltigkeitskirche in München (Kleine Kunstführer 27), 5. Aufl., Regensburg 1994. Bauer/Rupprecht, Bd. 3 (1987), S. 58-112.
Bibliographie: Kemp (1982), Nr. 141.
 
Künstler: Cosmas Damian Asam
 
Sprache(n): lt.








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