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Scipione Bargagli
Dell' Imprese
Venedig, Francesco de' Franceschi Senese, 1594
 
Die Beschäftigung des Sieneser Adligen Scipione Bargagli (Siena 1540 - Siena 1612) mit der Impresenkunst umfaßt einen Zeitraum von wenigstens 30 Jahren. Der erste Teil seiner 'Imprese' wurde 1578 veröffentlicht (Siena: Bonetti), in den 90er Jahren folgten die Teile II und III. Darüber hinaus existieren zahlreiche handschriftliche Manuskripte und fragmentarische Entwürfe zu diesem Thema. Bereits 1558 entwarf der junge Mann die Imprese für die von ihm gegründete Accademia degli Accesi, und noch 1611 verfaßte er zum Anlaß des Einzugs von Herzog Cosimo II. de Medici den Traktat 'Sopra l’Impresa e ornamente dell’Arme del Gran Duca'.
Die venezianische Ausgabe der 'Imprese' von 1594 enthält alle drei Teile mit einer neuen Widmungsvorrede an Giacomo Curzio (datiert: "Marzo 1594"); das Münchner Exemplar ist Joachim Camerarius‘ 'Symbolorum et Emblematum ex re herbaria desumtorum Centuria una' (Nürnberg, 1590) beigebunden.
Inhaltlich stellen die 'Imprese' einen Dialog der drei Edelleute Attonito Intronato, Ippolito Augustini und Bellisario Bolgarini (1539-1619) dar. Letzterer war ein langjähriger Freund Bargaglis; die beiden anderen Gesprächsteilnehmer sind nicht nachweisbar, Attonitos Beiname Intronato verweist wohl auf seine Mitgliedschaft in der Accademia degli Intronati. Im Gespräch stellen die drei Männer vor allem theoretische Erörterungen über die Impresenkunst an; die als Beispiele herangezogenen Impresen werde nicht jedes Mal abgebildet, sondern oft nur dem Motto nach erwähnt. Auslegungen und Deutungshinweise werden auch bei abgebildeten Impresen nicht immer geleistet. Zusätzlich werden einige - vor allem nicht abgebildete - Impresen an anderer Stelle im Buch noch einmal erwähnt, dabei können Deutungshinweise fallen, die bei einer ersten Nennung unterblieben sind. Aus diesem Grund wurde der gesamte Text digitalisiert, abgesehen lediglich von der Widmungsrede und einem Vorwort an die Leser.
 
Bibliographie: Landwehr (1976), Nr. 142.
 
 
Sprache(n): it.
Signatur: BSB: Res/4 L.eleg.m. 28-1 Beibd. 1








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Girolamo Ruscelli
Le Imprese / Illustri / Del S.or Ieronimo / Rvscelli. / Aggivntovi nvovam. te / il qvarto libro / da Vincenzo Rvscelli / da Viterbo / Al Serenissimo Principe / Gvglielmo Gonzaga Dvca / di Mantova et Monferrato
Venedig, Francesco de' Franceschi Senese, 1584
Gedruckt bei Francesco de' Franceschi Senese in Venedig
 
Die 'Imprese illustri' des 1500 oder 1505 in Viterbo geborenen Grammatikers und Linguisten Girolamo Ruscelli erschienen zuerst 1566, in seinem Todesjahr. Die Ausgabe von 1583/84 enthält einen angehängten vierten Teil und präsentiert 144 nicht numerierte Impresen in vier Büchern. Die Picturae mit eingeschriebenen Spruchbandmotti sind in reiche Zierrahmen eingefaßt. Im vierten Buch wurden nachträglich Stiche von Nicolo Nelli (geb. um 1530) eingefügt. Ein weiterer Stich ist mit "G.F.P." signiert; das Monogramm konnte bisher nicht entschlüsselt werden. Der Band übernimmt weitestgehend die Impresen aus den älteren Ausgaben, gruppiert sie aber um. Die Seiten sind durchgezählt, nur der vierte Band setzt mit einer neuen Paginierung an, die zudem nach Seite 9 wieder mit Seite 2 ansetzt. Die Kupferstiche sind nicht signiert; das Titelkupfer stammt Landwehr (1976, Nr. 650) zufolge vom aus Venedig stammenden Kupferstechers und Verlegers Giacomo Franco (1550-1620).
Das kurze erste Buch besteht aus acht theoretischen Kapiteln, in denen zur Illustration der Argumentationen auch Impresen wiedergegeben werden. Eröffnet wird es mit 14 unpaginierten Blättern, die drei Register enthalten. Das erste listet die Impresenträger sowie Sacheinträge auf; das zweite und dritte sind kombinierte Bild- und Mottoregister.
Die vier Bücher gliedern sich jeweils nach den in ihnen genannten Impresenträgern, wobei eine bestimmte Ordnung nicht zu erkennen ist; neben den oftmals ausführlichen Berichten über das Leben und den Werdegang des Impresenträgers oder die Geschichte seiner Familie wird die eigentliche Kommentierung einer Imprese meist am Anfang oder aber zum Ende eines Eintrags hin geleistet; sie schwankt dabei stark in Umfang und Exaktheit; einige Impresen werden ohne jeden Kommentar lediglich aufgeführt. Mehrmals macht Ruscelli deutlich, daß er selbst nur Mutmaßungen über den Sinn einer Imprese anstellen kann. Gelegentlich werden in einem Eintrag auch weitere Impresen des selben oder verwandter Impresenträger aufgeführt.
Digitalisiert wurde der gesamte Band mit Ausnahme zweier Leerseiten nach dem Haupttitelkupfer und dem Titelkupfer zum vierten Band. Im Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek München wird an zwei Stellen im vierten Buch (S. 65 und 72) die falsche Pictura wiedergegeben, dabei handelt es sich um Picturae, die an anderer Stelle bereits korrekt wiedergegeben wurden; in diesen Fällen wurde der Band des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München (Signatur: SB 183/21 R) zur Digitalisierung herangezogen. Auf den digitalisierten Seiten befindet sich ein entsprechender Vermerk.
Zwei Darstellungen eher allegorischen Charakters auf den Doppelseiten 108f. und 196f. sowie ein Stich mit lediglich erklärendem Charakter auf S. 146 werden nicht kommentiert. Die biographischen Angaben zu den Impresenträgern wurden, soweit möglich, nach den Angaben im 'Archivo Biografico Italiano' bzw. für Impresenträger anderer Nationalitäten nach den entsprechenden biographischen Nachschlagewerken ergänzt.
 
Bibliographie: Landwehr (1976), Nr. 650.
 
Künstler: Giacomo Francho; Nicolo Nelli
 
    -     Kollation: [XIV Bl.] 496 S.; 8, 82 S.     -    Format: 4
Exemplare: ZIKG: SB 183/21 R    -    Signatur: BSB: Res/4 L.eleg.m. 184








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