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, Taf. nach S. 22
 
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Pictura: Neptun mit Dreizack und Thetis mit dem Motto-Schild in einem von Hippokampen gezogenen Muschel-Wagen, während im Vordergrund ein Meerwesen vom Sturm auf den Strand geworfene Meerestiere wieder ins Wasser bringt (ausführlich: S. 21f.).
Motti: Paret minus unda tridenti ♠ Des Königs grosse Meeres=Macht | Wird mehr als selbst Neptun geacht
Kommentar: ... Dieses Element muß betrachtet werden/ als ein Bild einer grossen Stille/ worein der Friede und die Vermählung Seiner Majestät dieses Land und Königreich/ nach so vielem ausgestandenem Ungemach/ wieder gesetzet. Und die an das Ufer geworffene Fische sind eine Abbildung derjenigen Unterthanen/ welche durch das Ungewitter des Kriegs aus dem Lande vertrieben worden/ Se. Maj. aber/ aus angebohrner Königlichen Güte/ und recht Vätterlicher Vorsorge/ wieder zurück beruffen/ und gleichsam in ihr Element versetzet hat.
Indessen bleibet der Mahler hierbey nicht stehend/ sondern will durch die grosse und weite See/ so die Erde umgibt/ auch die Grösse Seiner Majestät vorbilden/ die so viel und grosse Landschafften einschliesset/ und sich gleichsam durch die gantze Welt erstrecket. Die Worte in dem Schild/ welchen Thetis in der Faust hält/ geben gnugsam zu erkennen/ daß Neptunus eine so grosse Gewalt auf dem Wasser/ als Seine Majestät/ nicht hat/ massen ja wahr/ daß das blosse Gerücht von Jhro Majestät Namen auf der See die Sicherheit und Stille/ welche durch das Kreutzen der Meer=Rauber verlohren worden war/ wiederum zuwegen gebracht/ mithin auch die Kauff= und Handels=Leuthe/ so sich fast der See nicht mehr gebrauchen dörffen/ und durch die ausgeworffene Fische vorgestellet worden/ wieder in das See=Reich gesetzt hat/ um sich derselben biß in die ferneste und weit entlegenste Länder zu gebrauchen. ... (Vgl. S. 22)
  
Person(en): Ludwig XIV., König von Frankreich


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